Die Bedrohung der Naturvielfalt ist nahezu jedem bewusst. Den meisten sind auch die Haupt-Gefährdungsursachen der Natur durch den menschlichen Einfluss bekannt. Bebauung, Zerschneidung durch Straßen, Übernutzung durch Forstwirtschaft oder Freizeitaktivitäten, das Einbringen bzw. die Einwanderung fremder Arten sowie Schadstoffeintrag und Überdüngung stellen die größten Gefahren für die Natur-Lebensräume des Rhein-Main-Gebietes dar.
Was aber kann man dagegen schon tun, fragen Sie sich? Welche Möglichkeiten habe ich als Einzelperson überhaupt, der Entwicklung etwas entgegen zu setzen? Unsere Antwort: Mehr als Sie vielleicht glauben! Die Natur zu schonen, ist einfacher, als Sie vielleicht annehmen. Erste wichtige Hinweise dazu finden Sie auf unserer Ausstellungstafel Nr. 8 oder zum Beispiel auch auf den Seiten von Franz Alt unter www.sonnenseite.com.
Um die Biodiversität zu fördern und zu erhalten, reicht es oft schon, bewusster zu leben. Nachhaltig Leben kann Freude machen; ökologisch verträglich zu konsumieren kann den Genuss und die Intensität des Lebensgefühls steigern. Die Art der konsumierten Waren hat einen großen Einfluss auf die natürliche Umwelt. Wer regionale, umweltfreundlich produzierte Produkte mit dem Biozeichen kauft, trägt zur Erhaltung der weltweiten Naturvielfalt bei: Bio-Siegel. Beim Konsum gilt generell: Je langlebiger die gekauften Produkte sind, je länger wir sie verwenden, desto mehr schonen wir die natürlichen Ressourcen. einen großen Einfluss hat auch, ob wir die Produkte nach dem Gebrauch einfach nur wegschmeißen, oder ob wir sie stattdessen reparieren, verschenken, tauschen oder zumindest recyceln. All das schont die Natur. Energie und Ressourcen im Haushalt zu sparen, ist eine weitere Option: Energie sparen. Auch wer weniger Auto fährt, schont die biologische Vielfalt: Fahrrad fahren. Ein Vorteil des Bahn- und Fahrradfahrens: Man sieht mehr von der Natur! Und haben Sie vielleicht schon einmal überlegt, sich ehrenamtlich zu engagieren? Die Frankfurter Naturschutz-Verbände sind für jede Hilfe dankbar: NABU Hessen! Bei BioFrankfurt liegt eine Adressen-Liste der Umwelt-Organisationen für Sie bereit: Tel.: 069-79824757, E-Mail:E-Mail
Auch wer stolzer Gartenbesitzer ist, kann ohne viel Aufwand zum Naturschutz beitragen: Naturgarten. Wer ein bisschen "Wildnis wagt", zieht nützliche (und schöne!) wilde Pflanzen und Tiere an. Beispiel Schmetterlinge: Neben Brennnesseln sind u.a. viele Gräser, Disteln und Doldenblüter wie Fenchel und Dill wichtige Futterpflanzen für Schmetterlingsraupen. Also: Statt Golfrasen eine bunte Wiese zulassen. Für die ausgewachsenen Falter sind großblütige, nicht überzüchtete, einheimische Pflanzen willkommen. Ob Admiral, Distelfalter, Schachbrett oder der prächtige Schwalbenschwanz – alle diese Schmetterlinge werden Ihnen den Mut zur Vielfalt mit ihrer Anwesenheit belohnen!
Wer etwas tiefer in die Materie des naturschonenden Lebens einsteigen möchte, kann auf www.footprint.ch den persönlichen, so genannten "ökologischen Fußabdruck" berechnen. Der Ökologische Fußabdruck ist ein Maß des Flächenverbrauchs durch unseren Konsum und unseren Energie- und Natur-Ressourcen-Verbrauch. Ist Ihr Ökologischer Fußabdruck größer als 1,8 Hektar, würden wir mehr als einen Planeten Erde benötigen, wenn alle Menschen so leben würden wie Sie. Der Ökologische Fußabdruck kann Ihnen also als Hinweis darauf dienen, ob Sie schon ökologisch nachhaltig, also naturverträglich leben.
Allen, die sich über das Thema austauschen oder umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen finden wollen, sei das Zukunftsportal www.utopia.de empfohlen. Auch auf den Internetseiten der Zeitschrift natur+kosmos sind wertvolle Tipps zu finden: natur+kosmos

