Biodiversitätsregion Frankfurt / Rhein-Main
(Laufzeit: 1.7.2007 - 30.6.2009)
Feldhamster

Feldhamster

Noch vor etwa 40 Jahren galt der Feldhamster als Plage und wurde intensiv bekämpft. Heute ist er in Deutschland vom Aussterben bedroht. Schuld daran sind neben der jahrelangen direkten Verfolgung vor allem die intensive Landwirtschaft sowie die zunehmende Bebauung, durch die immer mehr Ackerland verloren geht. Zwar ist der Feldhamster mittlerweile nach deutschem und europäischem Recht streng geschützt, doch ändert dies wenig am schleichenden Verlust seines Lebensraumes.

 

Ziel von aktuellen Schutzprogrammen ist es daher, die Bedingungen für den Feldhamster in der modernen Agrarsteppe zu verbessern. So bemüht sich in Hessen z.B. die Arbeitsgemeinschaft Feldhamsterschutz (AGFHA) um die Anlage sogenannter Hamsterschutzstreifen. Gegen eine geringe Aufwandsentschädigung lassen Landwirte Erntestreifen stehen. Diese Zonen bieten den Feldhamstern Nahrung und Deckung bis sie sich im Winterschlaf befinden.

 

Der Winterschlaf kann schon Ende August beginnen. Die Tiere verschlafen aber nicht den gesamten Winter, sondern erwachen anfangs täglich, um von ihren Vorräten zu fressen. Im Laufe des Winters werden die Schlafpausen immer länger. Trotz ihrer Vorräte verlieren die Tiere dabei etwa ein Drittel ihres Körpergewichtes. Zum Überleben benötigen sie 2 bis 4 kg Wintervorrat. Tiere, die nicht genügend Nahrung sammeln konnten, überleben den Winter nicht. Ende März werden die Winterbaue wieder geöffnet und bald darauf beginnt die Paarungszeit.

Etwa im Juni werden die ersten Jungen geboren. Ein Wurf besteht dabei meist aus 4-12 Jungen. Bei guten Bedingungen können Feldhamster im Spätsommer noch ein zweites Mal Jahr Junge werfen. Die Überlebenschancen für diese Jungen sind aber sehr gering, da in Europa schon die Ernte der Felder beginnt und so kaum Nahrung zur Verfügung steht. In der Regel wird ein Feldhamster in freier Natur kaum älter als ein Jahr, Tiere in Gefangenschaft wurden aber schon bis zu vier Jahren alt.

 

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